Der Hospizgedanke

Woher kommt der Hospizgedanke?

Der Hospizgedanke leitet sich von der Wortherkunft aus dem lateinischen „Hospitium“ ab, was so viel wie Gastfreundschaft, bzw. Herberge bedeutet. Genau dies bietet ein Hospiz für sterbende Menschen. Die Hospizarbeit soll ein menschenwürdiges Sterben ermöglichen und die letzten Tage so angenehm wie nur irgend möglich machen.

Die Grundidee stammt bereits aus dem Mittelalter, wo die Beherbergung von Pilgern und Bedürftigen sowie von Kranken das Ziel war. Daraus entwickelte sich das was wir heute unter einem Hospital verstehen.

In den 1960er Jahren wurde der Gedanke der Sterbebegleitung mit entsprechender palliativmedizinischer und pflegender Begleitung neu aufgegriffen und die heutige Hospizbewegung fand ihren Ursprung. Das erste moderne stationäre Hospiz wurde 1967 in Großbritannien gegründet, in Deutschland erst 1986.

Hospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase im Sinne einer palliativen Medizin zu versorgen. Es gibt ambulante und stationär tätige Hospizeinrichtungen, also Leistungserbringer im hospizlichen und palliativen Bereich.

Der Gast steht im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der Hospizarbeit stehen der Gast mit seinen Bedürfnissen sowie dessen Angehörige. Die Begleitung erfolgt dabei in enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegekräften, Seelsorgern, Sozialarbeitern, ehrenamtlichen Helfern und ggf. weiteren Disziplinen der Betreuung. Die Arbeit von Hospizen soll niemals die Arbeit anderer ersetzen, sondern versteht sich als Ergänzung zu medizinischer und pflegerischer Betreuung.